Historisches Ruhrgebiet

Tauchen Sie ein in die Geschichte des Ruhrgebiets!

Zwischen mittelalterlichen Gassen und urbanen Stadtquartieren liegen Jahrhunderte voller spannender Geschichten. 

 

Mittelalterliches Dortmund – Spannende Geschichten aus alter Zeit

Hinter den Stadtmauern herrschte reges Treiben. Auf den Märkten wurde gehandelt, in den Werkstätten gearbeitet und in den Schänken über Neuigkeiten aus nah und fern gesprochen. In Tremonia, dem heutigen Dortmund, drängten sich Kaufleute, Handwerker, Fuhrleute und Reisende durch die schmalen Gassen der freien Reichsstadt.  Aber auch in Bechem (Bochum ) wurde auf den Märkten gefeilscht, in den Brauhäusern getrunken und zwischen Fachwerkhäusern roch es nach Rauch, Pferdeäpfeln und und nassem Stroh. Händler der Hanse brachten Waren aus fernen Ländern in die Stadt, während Bettler, Gaukler und zwielichtige Gestalten auf andere Gelegenheiten warteten.

Wenn am Abend die Tore geschlossen wurden, begann die Arbeit des Nachtwächters. Mit Laterne, Horn und Hellebarde zog er durch die engen Gassen, warnte vor Feuer, achtete auf Diebe und sorgte dafür, dass die Ordnung der Stadt gewahrt blieb. In der freien Reichsstadt Tremonia begegnete man dabei nicht nur Kaufleuten und Gesinde, sondern auch Gaunern, zwielichtigen Gestalten und den Geschichten des alten Dortmunds.

Nur wenige Tagesreisen entfernt prägten in Astnide, dem heutigen Essen, mächtige Äbtissinnen das Leben der Stadt. Rund um Stift und Kirchen bestimmten Glockenschläge den Alltag. Zwischen Altären, Werkstätten und kleinen Höfen entstanden Geschichten über Heilige, Wunder und das harte Leben einfacher Menschen. Bis heute erzählen verborgene Details von einer Zeit voller Glauben, Hoffnung und Aberglauben.

Doch das Mittelalter kannte nicht nur Handel und Frömmigkeit. Vor den Mauern der Städte lagen Richtstätten, an denen Urteile öffentlich vollstreckt wurden. Der Henker galt als gefürchtete Gestalt – gemieden von vielen und doch unverzichtbar für die damalige Ordnung. Wenn sich Menschen auf den Plätzen versammelten, wurde Recht gesprochen, gestritten, gehandelt und manchmal auch über Leben und Tod entschieden.

Unsere historischen Stadtführungen führen mitten hinein in diese vergangene Welt. Ob Nachtwächterführung in Dortmund, Bochum und Essen, Kirchentour oder Stadtgeschichte – jede Tour erzählt von Menschen, die hier lebten, arbeiteten, glaubten und überlebten. Von Hansekaufleuten und Brauern, von Heiligen und Gaunern, von mächtigen Frauen, einfachen Handwerkern und den Geschichten, die sich noch heute zwischen alten Mauern und Pflastersteinen verbergen.

Unsere historischen Führungen eignen sich für Gruppen, Schulklassen, Betriebsausflüge oder alle, die das mittelalterliche Ruhrgebiet nicht nur kennenlernen, sondern erleben möchten.

Das Mittelalter im Ruhrgebiet heute erleben

Auch wenn die Stadtmauern längst verschwunden sind und die alten Tore nicht mehr geschlossen werden, ist die mittelalterliche Geschichte im Ruhrgebiet bis heute vielerorts spürbar.

In den Kirchen von Dortmund wie St. Petri und der St. Propsteikirche, am historischen Hellweg oder rund um den Marktplatz lassen sich Spuren vergangener Jahrhunderte entdecken. Hier wird Geschichte greifbar – dort, wo einst Handel betrieben, Recht gesprochen und das städtische Leben organisiert wurde.

Jede Tour öffnet ein anderes Fenster in die Vergangenheit. Erleben Sie den Nachtwächter, der in Dortmund, HördeBochum oder Essen einst durch die Nacht zog und die Stadt vor Gefahren schützte. Tauchen Sie ein in das Leben von Nonnen, Kaufleuten und Bürgern bei einer Kirchentour durch alte Sakralbauten oder begleiten Sie die Entwicklung der Stadtgeschichte – vom mittelalterlichen Tremonia bis zur heutigen Metropole im Wandel.


Zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Wussten Sie, dass Dortmund im Mittelalter eine der bedeutendsten Hansestädte Westfalens war und der Heilige Ritter Reinoldus seit dem 11. Jahrhundert Schutzpatron unserer Stadt ist? Auch die Geschichten rund um mittelalterliche Persönlichkeiten wie Agnes von der Vierbecke, verheerende Stadtbrände oder weitreichende Bündnisse wie das mittelalterliche Landfriedensbündnis (1253) sind noch heute Teil des städtischen Gedächtnisses.

Wer noch tiefer eintauchen möchte, findet im Museum für Kunst und Kulturgeschichte spannende Einblicke in das Leben vergangener Jahrhunderte – von Alltagsgegenständen bis hin zu kunstvollen Zeugnissen der Stadtgeschichte.


AnrufenKontaktFacebook